Allerheiligenstriezel

Der Allerheiligenstriezel (regional auch Striezel, Allerseelenzopf oder Seelenbrot genannt)ist ein in Zopfform geflochtenes Briochegebäck, das zu Allerheiligen von den Tauf- und Firmpaten an die Patenkinder verschenkt wird.

Brauchtumshintergrund:
Auf Grund des Glaubens, in der Allerseelenwoche irrten die armen Seelen herum, beschenkte man Arme und Kinder stellvertretend für diese. Im Mühlviertel beispielsweise gingen die Armen scharenweise um das Allerheiligen-Laibl betteln. Im Innviertel wurden um Allerseelen zweierlei Brote in Weckenform gebacken: größere von feinem Mehl für die Dienstboten und Patenkinder und kleinere aus schwärzerem Mehl für die Armen.

Außerdem erhielten die Kinder unter 14 Jahren von ihren Paten einen "Seelwöck'n", dessen Größe ganz vom Verwandtschaftsverhältnis abhing. In den geflochtenen Wecken aus Briocheteig steckte man noch ein Geldstück.